Rütlischiessen 1997
Im Frühherbst kam die Nachricht, dass die Militärschützen nach genau zwanzig Jahren am 135. Rütlischiessen teilnehmen können. Auf unserer Schiessanlage wurde zweimal kniend auf die Scheibe A5 trainiert. Die Distanz zu den Scheiben beträgt auf dem Rütli 250-260 m, also mussten wir vom Schützenhaus ca. 50 m gegen den Scheibenstand vorrücken. Somit hatten wir etwa die gleichen Verhältnisse wie auf dem Rütli. Das Programm war 3 Schuss in 1 Minute und zweimal 6 3chuss in je 2 Minuten. Beim zweiten Training war die ganze Wiese beim Schützenhaus mit Gülle beschmückt. Zum Glück hatte der Güllenschmücker noch ein kleines Plätzchen zum Schiessen freigelassen. herzlichen Dank an Heinz Stalder für die Mithilfe im Training.Am 5. November war es endlich soweit. Nach der Anreise mit drei Privatautos bestiegen wir in Brunnen das Schiff. In der Innerschweiz, herrschte starker Föhn, was dazu führte, dass das Schiff ein wenig schaukelte. Es gab Leute, denen das Schaukeln nicht besonders bekam, vorallem einer Serviceangestellten. Am RütIiufer angekommen, nahmen wir den Weg zur eigentlichen Rütliwiese in Angriff. Für einige von unserer Gruppe war es überhaupt das erste Mal, dass sie das Rütli betraten. Das Tragen der persönlichen Waffe auf dem RütIi war ein besonderes Erlebnis. Da die Tische schon alle besetzt waren, mussten wir unsere Standarte etwas oberhalb am Hang befestigen. Das gelb-grüne Banner kam dort ebenfalls gut zum Vorschein und flatterte mit vielen andern im Winde.
Das Ganze spielte sich auf engstem Raume ab. Die alten Rütli-Stammsektionen hielten ihre Spezialitäten feil: Tessiner Maroni, Bratchäs aus Obwalden, Birewegge aus Olten und noch andere schmackhafte Esswaren und Getränke. Man sprach ein paar Worte, trank einen Schluck, kostete die Spezialitäten und wendete sich der nächsten Gruppe zu. Alles war unentgeltlich. Einige Schützen von uns trafen noch drei Schützenfrauen, die zu einer Stammsektion gehörten. Sie plauderten über das jetzige Schiesswesen, und wir stellten fest, dass ihre Ehemänner sehr mit dem Schiesssport verbunden sind.
An Vormittag konnten wir das Programm, so wie wir es im Training geübt hatten, absolvieren. Pro Gruppe wurde nur der Beste mit dem Rütlibecher ausgezeichnet. Roland Kissling, deine Kameraden gratulieren dir noch einmal recht herzlich.
Das Rütli-Menü (Ordinaire) genossen wir am Mittag unter freiem Himmel. Am späteren nachmittag fand die Schützen-Landsgerneinde statt. Mit festlichern Akt wurden die Meisterschützen und die Bechergewinner geehrt.
| Roland Kissling | 81 Pte | Bechergewinner |
| Andreas Bader | 79 Pte | |
| German Studer | 76 Pte | |
| Markus Trösch | 75 Pte | |
| Peter Wehrli | 74 Pte | |
| Peter Trösch | 74 Pte | |
| Fabio Sciuto | 74 Pte | |
| Urs Büttiker | 72 Pte |
Nach der Feier folgte dann die Heimfahrt auf dem bis in den letzten Winkel voll beladenen Schiff.
Die Kosten (rund 900.-- Fr.) für den Rütli-Silberbecher und die Schiesskarten übernahm die Firma Blaser & Trösch. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an unseren Kameraden Peter Trösch.
Dieser Tag am Rütlischiessen wird uns Schützen in ewiger Erinnerung bleiben.
Peter Wehrli
Dieser Artikel erschien im November 1997 im Militärschütz..
Abb.1 Training 50 m vor dem Schützenhaus (zwischen dem begüllten Gras)

Abb.2 Schiessvorbereitungen auf dem Rütli

Abb. 3 Beim Mittagessen

Abb. 4 Roland Kissling beim Ausbalancieren des Tellers

Abb. 5 Schwerstarbeit für die Zeiger

Abb. 6 Gruppenfoto mit Standarte (hinten v.l.n.r.:Peter Trösch, Markus Trösch, Peter Wehrli, German Studer, Andreas Bader, vorne v.l.n.r.: Urs Büttiker, Fabio Sciuto, Roland Kissling)
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28. Juli 2007 00:10:32 +0200
Autor: Roland Kissling
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